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DTU T860 Vierachs Traktor
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Author Topic: DTU T860 Vierachs Traktor  (Read 2488 times)
Madonno
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« on: November 16, 2007, 06:42:41 PM »


Die Entwicklungsmaschine des T860 im Einsatz in der Agroland Agrar e.G. Thörey, Ilmkreis

DEUTSCHE TRAKTOREN UNION GMBH Neues Fahrwerkskonzept verbessert Fahreigenschaften

In Stadtilm könnte die Thüringer Tradition im Traktorenbau wieder aufgenommen werden / Ein Schlepper mit 600 PS in der Erprobung

Dietrich Franke (r.), Geschäftsführer der Deutschen Traktoren Union, Dr.
Hartmut Döll (m.), fachlicher Leiter des Projektes, und Gunter Rittermann
von der Agroland Agrar e.G. Thörey

Die Geschichte der Thüringer Traktorenproduktion soll um ein weiteres Kapitel erweitert werden. Nicht in
Nordhausen, wo in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts noch die Brockenhexe, die Reihe der Pionier-
Schlepper und der Famulus gefertigt wurden, sondern in Stadtilm. Nach Ansicht des Geschäftsführers der Deutschen
Traktorenunion GmbH (DTU), Dietrich Franke, könne in Stadtilm ein Traktor gefertigt werden, der gegenwärtig
nichts Vergleichbares auf dem Markt finde. Das Novum des T860, so der Name des Traktors, ist das Fahrwerk:
An zwei Achsen sind jeweils pendelnd vier Räder aufgehängt. Diese Fahrwerkskonzeption soll gute Bodenschonung,
Traktion und Fahreigenschaften auch auf schlechten Fahrbahnen sichern.
Zugpendel optional verwendbar Das gute Verhältnis von Gewicht zu Zugkraft bedeute nicht nur eine hohe
Zugkraft, sondern zugleich eine Verringerung der Bodenbelastung. Radlasten von weniger als 3 t und ein Reifendruck
von unter 0,8 bar seien auch die Vorraussetzungen für die Nutzung von dauerhaften Fahrspuren und Fahrgassen
ohne nachhaltige und übermäßige Schädigung der Bodenstruktur. Mit seinen 600 PS eigne sich der achträdrige
Traktor für große Arbeitsbreiten mit Arbeitsgeschwindigkeiten bis zu 12 km/h. Die Aufnahme von hohen
Trag- und Anhängelasten seien durch die Motorleistung und das Fahrwerk ebenso gewährleistet.
Eine Neuerung wie die Regulierung der Anhängehöhe mit einem höhenverstellbaren Zugpendel soll das Aufbäummoment
und damit die Überlastung der hinteren Räder verringern und so zur weiteren Verringerung der Bodenbelastung
und Verbesserung der Traktion beitragen. Optional wird das Zugpendel elektronisch zur Nachlauf-steuerung in
Höhe und Winkel regulierbar sein. Einsatz rund um die Uhr Trotz der Größe des Traktors gewährleiste
die Maschine mit ihrer Knicklenkung einen Wenderadius von 8,75 m. Mit der Breite von 2,55 m, der Höhe von
3,51 m und einer Länge von 8,91 m werden die gesetzlichen Parameter für die uneingeschränkte Teilnahme am Straßenverkehr
eingehalten. Selbst bei einer Spurweite von 2,25 m zur Nutzung in Fahrgassen bleibt die Außenbreite mit
2,9 m im gesetzlichen Rahmen für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Das automatische PowerShift-Getriebe (18
Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge) ermöglicht das Fahren bis 40 km/h. Weniger als 85 dB, gemessen während der
Vorbeifahrt, sichern angenehme Arbeitsbedingungen und erlauben insbesondere auch Nachtschichtarbeit in
der Nähe von Wohnsiedlungen. Das ist ein weiterer Gesichtspunkt für eine hohe Maschinenauslastung. Durch einfache
Umrüstung mit kurzer Standzeit soll der Traktor für vielfältige Aufgaben im landwirtschaftlichen Unternehmen
geeignet sein, so daß die Maschine rund um die Uhr im Einsatz sein könne. Fahrwerk aus eigenem Betrieb
Mehrere Privatpersonen sowie die L&K Stadtilm gründeten 2003 die DTU. Unter der fachlichen Leitung von
Dr. Hartmut Döll entwickelte in den vergangenen zwei Jahren ein Team junger Ingenieure, zumeist Absolventen der
Technischen Universität Dresden, den T860. Erfahrungen aus der Projektgruppe Rad-Boden, der Dr. Döll vorstand,
sowie der L&K bei der Entwicklung des K745 finden sich bei diesem Traktor wieder. Das Fahrwerk könne
mit modernster Schweißtechnologie im eigenen Betrieb bzw. der L&K Stadtilm hergestellt werden. Die anderen Komponenten
kämen von deutschen und internationalen Herstellern. Damit seien in Stadtilm Kapazitäten für die Serienfertigung
vorhanden. Franke deutete an, daß es einen nahtlosen Übergang in die Produktion gäbe. Dies war auch Bedingung
für eine Förderung durch den Freistaat Thüringen. Darüber hinaus beteiligen sich mehrere Landwirtschaftsbetriebe
an der Erprobung des Traktors.

Torsten Mörstedt
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Madonno
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« Reply #1 on: November 16, 2007, 07:11:22 PM »

Kann mir nicht Vorstellen, dass sich dieses Konzept durchsetzt. Aufbauraum braucht man in dieser Klasse wohl lediglich für Ballast. Die Knicklenkung bringt das alte Raupenproblem wieder zu Tage. Dann kann man doch gleich den Case Quadtrac kaufen.
Da hat man nochmal deutlich höhere Zugkraft und bessere Gewichtsverteilung bei ausgereifter Technik.

Eine Alternative zum Raupenfahrwerk ist eventuell der Trisix von Fendt.
Der kommt dann bodenschonend um die Kurve und hat Einzelradaufhängung für besten Bodenkontakt. Der Preis ist aber für so ein Gefährt, wenn es den produziert wird, eher astronomisch.
Der DTU hat meiner Meinung nach überhaupt nichts was besser wäre als das, was bereits auf dem Markt ist.
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